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Veteranen protestieren gegen Wehrdienst- befreiungen

 IPS Montag, 14. Februar 2011

In Israel nimmt der Widerstand gegen Wehrdienstverweigerer zu. Mehrere Hundert Studenten und Kriegsveteranen beteiligten sich kürzlich an einem 50 Kilometer langen Protestmarsch vom größten Rekrutierungszentrum des Landes bis zum Haus von Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem. (198 Wörter) - Von Pierre Klochendler

IPS_ ISRAEL: Studenten und Veteranen protestieren gegen Wehrdienstbefreiungen

Proteste gegen Wehrdienstverweigerer nehmen in Israel zu – Bild: Pierre Klochendler/IPS

"Die Lasten müssen gerechter verteilt werden", forderte ein 18-jähriger Demonstrant. Eine wachsende Zahl von Israelis lässt sich inzwischen vom Dienst an der Waffe freistellen. In der Bevölkerung wächst daher die Sorge, dass eine zu geringe Militärstärke die nationale Sicherheit gefährdet könne. "Bald werden wir keine Armee mehr haben", heißt es häufig.

Der Wehrdienst ist in Israel Pflicht. Alle 18-Jährigen werden einberufen. Männer müssen drei und Frauen zwei Jahre lang die Uniform anziehen. In Israel lebende Palästinenser sind von vornherein ausgenommen. Auch alle diejenigen, die den Dienst etwa aus religiösen Gründen nicht leisten wollen, erhalten rasch eine Freistellung.

Nach der Gründung des Staates Israel 1948 hatten sich 400 jüdische Religionsschüler vom Wehrdienst befreien lassen. Heute sind es rund 50.000. Dies entspricht zwölf Prozent aller Wehrpflichtigen. Etwa 35 Prozent der Frauen lassen sich aus religiösen Gründen vom Wehrdienst befreien.

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Originally published by Inter Press Service. © www.streetnewsservice.org

 

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