
Martha Gies ist eine Beraterin der Straßenzeitung Street Roots in Amerika. Im März hörte sie auf zu essen – aus Solidarität mit den Häftlingen in Guantánamo, von denen manche schon seit sechs Wochen im Hungerstreik waren. Während sie den Artikel verfasste weigerten sich gerade zwei Drittel der 166 Häftlinge zu essen. Martha verschenkte ihre frisch gekauften Bio-Produkte und begann ihren Hungerstreik am Ostersonntag. In ihrem Artikel argumentiert sie, dass Amerika nun gleichauf liege mit China, Iran und der Türkei, was die Missachtung von Menschenrechten betrifft.
Der Amerikaner Zachary ‘Zach’ L. Bonner ist Philanthrop und Gründer einer karitativen Organisation namens Little Red Wagon Foundation. Er war 2012 der jüngste Mensch, der jemals zu Fuß die 2.450 Meilen in Amerika von Küste zu Küste zurückgelegt hat: damit sammelte er Geld für Obdachlose. Einer seiner Unterstützer ist Poplegende Elton John, und vor Kurzem wurde ein Dokumentarfilm über seine Lebensgeschichte herausgegeben. Kaum zu glauben: er ist erst 15 Jahre alt.
Corb Lund aus Kanada ist Countrysänger und schreibt seine eigenen Songs. Seine Familie hat tiefe Wurzeln als Cowboys. Er wuchs in den Vorgebirgen der Rocky Mountains in Alberta, Kanada, auf und studierte Bass- und Jazzgitarre. Die ersten zehn Jahre seiner Karriere spielte er Bass in einer Hardrock / Metalband, wendete sich dann aber amerikanischer Countrymusik zu. Sein 7. Album - Cabin Fever - kam vor Kurzem heraus: musikalischer Fazit, nachdem er mit einem Onkel und seiner Freundin wochenlang in einer selbstgebauten Hütte lebte. Nur wenige Wochen, bevor die Hütte endlich fertig war, trennte sich die Freundin von ihm und der Onkel starb - mehr Country geht nicht.
Diesen Monat - am 29. Mai - jährt sich zum 60. Mal die Erstbesteigung des Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt. Der Neuseeländer Edmund Hillary erreichte damals mit seinem Sherpa, dem Nepalesen Tenzing Norgay, den Gipfel des 8.848m hohen Berges, der sich an der Grenze zwischen Nepal und Tibet befindet.
In Rio de Janeiro war er stadtbekannt: Tuchinha, der Drogenbaron des Armenviertels Morro da Mangueira in Rio de Janeiro. Dass er lesen und schreiben konnte, ebnete ihm den Weg an die Spitze des organisierten Verbrechens, und die Hälfte seines Lebens – 25 Jahre – war er eine feste Größe im Rauschgiftgeschäft. Vor etwa zwei Jahren hat er reinen Tisch gemacht. Seitdem hilft er jungen straffällig geworden Menschen beim Ausstieg aus der Kriminalität.
In Mexiko enden Zwangsentführungen für die Opfer nicht immer tödlich. In dem von Gewalt und Kriminalität schwer geprüften Land werden Menschen immer häufiger mit der Absicht verschleppt, sie als Sex- oder Arbeitssklaven auszubeuten.
Sie kennt das Gefühl der Zerrissenheit. Barbara Coudenhove-Kalergi, ehemalige Osteuropa-Korrespondentin des ORF, musste als Kind aus Ihrer Heimatstadt Prag flüchten und sich eine neue Heimat suchen. Im Apropos-Gespräch erzählt sie, warum sie sich als geborene Aristokratin immer weiter nach links entwickelt hat, warum sie mit einem schlechten Gewissen an manchen Bettlern vorbeigeht und warum tschetschenische Krieger perfekte Gentlemen sind.
Beim Stichwort Suchttherapie denkt man automatisch an Abstinenz. Doch es gibt viele Abhängige, für die ist die Vorstellung, keinen Tropfen mehr trinken zu dürfen, so abschreckend, dass sie lieber gar nichts gegen ihre Sucht unternehmen. Eine Alternative ist der kontrollierte Konsum – ein Ansatz, der nicht unumstritten ist.
Die schwierigsten mathematischen Rätsel knacken: so wird sie geschaffen. Ihr Wert schnellte hoch, fiel dann und stieg wieder, und man kann mit ihr für alle möglichen Dinge bezahlen - von illegalen Drogen bis hin zu Naturkosmetika. Was kann das sein? Britcoin, die virtuelle Währung! Wer noch nicht davon gehört hat, könnte damit bald selbst sein Bier bezahlen...
Sie schlugen ihn. Sie versuchten, ihn zu verbrennen. Dann zerschmetterten sie seinen Kopf mit einem schweren Stein. Ein 23 Jahre alter Mann in der südrussischen Stadt Volgograd wurde gefoltert und ermordet, nachdem er betrunken zugegeben hatte, schwul zu sein - so berichten die Ermittler. Ein seltener Schritt, Mord mit homophobischen Motiven zuzugeben.
Wie die meisten Einwohner Szczecins - Hafenstadt an der westlichen Grenze Polens - fürchtete Unternehmer Zbigniew Sawicki, dass reiche deutsche Nachbarn nach der Einbindung Polens in die EU sofort alles in der Stadt aufkaufen würden. Aber es kam ganz anders: viele wohlhabendere Einwohner Szczecins - darunter viele Freunde Sawickis - ziehen nach Deutschland. So viele Polen kaufen deutsche Immobilien, dass entlegene preußische Dörfer sich langsam mehr polnisch anmuten.
Schon oft in der Geschichte der USA haben diskriminierende Gesetze jenen Menschen, die sich am Rand der Gesellschaft fanden, ihre konstitutionellen Rechte vorenthalten. Nur durch die unermüdliche Arbeit von Menschenrechtsaktivisten wurden so manche Bürgerrechte erkämpft. Die kalifornische Staatsregierung erließ im April ein Gesetz, “Rechte und Fairness für obdachlose Menschen”: bahnbrechender Erfolg einer wachsenden Bewegung in den USA, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Kriminalisierung obdachloser Menschen zu beenden.
In ihrem ersten Buch „Wir haben keine Angst“ schreibt die junge Autorin Nina Pauer über eine – genauer gesagt ihre – Generation, die von Orientierungslosigkeit, Ängstlichkeit und Unsicherheit geplagt ist. In ihrem neuen Werk „LG ;-)“ geht es wieder um ein Phänomen unserer Zeit: die Sucht zu kommunizieren. Mit Draussenseiter-Redakteurin Sabrina Burbach sprach die 30-jährige über die Gefahr, vor lauter Kommunizieren das „echte“ Leben zu verpassen.
Geistig behindert, seelisch erkrankt, im Alter dement – jeden kann es treffen, von seinem Umfeld als nur „halb da“ eingestuft zu werden. Dass damit trotzdem volle Lebensfreude einhergehen kann, wird von „Gesunden“ nur schwer verstanden.
Geld für die Eheleute, Pfennige im Schuh, was Blaues oder Brautstrauß werfen: Hochzeitsrituale werden gepflegt – manchmal auch über Religionen hinweg. Das soll dem frischvermählten Paar Glück bescheren – und baut Brücken zwischen Kulturen.
Vom 5. bis 7. April fand in der Bochumer Jahrhunderthalle die zweite Auflage der „gut.“ statt. Kombiniert wurde sie in diesem Jahr mit dem „Heldenmarkt“, sodass rund 120 Aussteller ihre Produkte, Angebote und Ideen rund um nachhaltiges Design und nachhaltigen Konsum präsentierten.
Im malawischen Gesundheitssystem fehlt es an Medizinern, Pflegekräften und Medikamenten. In etwa der Hälfte der großen Krankenhäuser gibt es keine qualifizierten Fachärzte. Experten gehen davon aus, dass die Ebbe nur langfristig überwunden werden kann.
Dutzende Hütten aus Holz und Wellblech schmiegen sich an die Berghänge außerhalb Jerusalems in der Nähe der Straße, die zum Toten Meer führt. Sie sind Teil des Beduinendorfes Khan Al-Ahmar. Auf den weiter entfernten gegenüberliegenden Hügeln leuchten israelische Siedlungen auf, die sich leicht an ihren typisch roten Häuserdächern erkennen lassen.
„Tegan and Sara“ ist eine Indie-Rock-Band aus Calgary, Kanada, die aus den eineiigen Zwillingen Tegan Rain Quin und Sara Keirsten Quin besteht. Seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums 1999 haben die Kanadierinnen mit DJ-Superstars wie Tiesto und David Guetta zusammengearbeitet und waren mit „The Killers“ und Neil Young auf Tour. Vor kurzem haben die Zwillinge ihr siebtes Studio-Album herausgebracht – „Heartthrob“. Bald gehen sie auf Tour durch Australien, Indonesien, Europa, Kanada und die USA.
Das Camp sollte nicht schwer zu finden sein. Man sagte uns, dass wir einfach der Straße folgen sollten, die von der Stadt Puttalam, die 140 Kilometer von Sri Lankas Hauptstadt Colombo entfernt liegt, aus nach Norden führt. Dann würden wir die Siedlung der Binnenflüchtlinge erreichen.